M&R

Das ist kein Hobby!

26.06.2013 06:47

Wie Wim Wenders die Band Infamis entdeckte – und auf seinem eigenen Label veröffentlichte
Interview: Lukas Dubro, Fotos: Donata Wenders

Herr Wenders, wie kommt man als Filmemacher dazu, ein Label aufzumachen?
Wim Wenders: Wenders Music wurde aus der Not heraus geboren, als keiner den Soundtrack zu meinem Film »Pina« herausbringen wollte. Die Begründung lautete damals, dass Soundtracks nicht mehr gehen würden. Da haben wir es selbst gemacht. Am Ende haben wir 40.000 Stück verkauft. Die Idee mit dem eigenen Label hätte mir zwanzig Jahre früher kommen können. Ich habe ja schon viele Soundtracks gemacht. Aber bis dahin gab es nie Probleme, weil die Industrie eine andere gewesen ist.

Nach »Pina« erscheint jetzt mit »Im Westen der Himmel« der Berliner Band Infamis das erste richtige Album auf Wenders Music. Wie haben Sie die Band entdeckt?
Wim Wenders: Infamis wurde mir 2008 von einem Radiomoderator aus dem fernen San Francisco empfohlen, in dessen Sendung ich zu Gast gewesen bin, um über Musik zu sprechen. Am Schluss hat er mir eine EP der Band in die Hand gedrückt mit dem Hinweis, dass ich das kennen müsse. Und weil ich zu dem Zeitpunkt gemerkt hatte, dass man mit dem Mann gut über Musik reden konnte und dass er viel davon verstand, habe ich mir die EP angehört. Der Mann hatte Recht. Das musste ich kennen.

Sie sind also zum Fan geworden. Wie ging es dann weiter?
Wim Wenders: Auf der EP war dankenswerter Weise eine Internetadresse vermerkt. Dort habe ich alles bestellt, was es von der Band sonst noch gab. Das war ein ganz schönes Päckchen. Was ich nicht erwartet hatte: Am anderen Ende saß René Schwettge, der Chef der Band.

Herr Schwettge, wie haben Sie reagiert, als Wim Wenders bei Ihnen eingekauft hat?
René Schwettge: Man hat sich natürlich erstmal gefreut, ich kannte schließlich seine Filme. Wenn man aber wie ich eine ganze Weile im Geschäft ist, ist man gefeit davor, davon irgendetwas zu erwarten.

Infamis Im Westen der Himmel
Wenders Music
www.infamis.de

Das komplette Interview lesen Sie in der Melodie&Rhythmus 4/2013, erhältlich ab dem 28. Juni 2013 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Anzeigen

Abonnieren

Ab Freitag erhältlich: M&R 3/2017

logo-373x100
Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

M&R vor Ort:

tff300

Jetzt vorbestellen: »Mich rettet die Poesie«

Ein Film von Dror Dayan & Susann Witt-Stahl

Weitere Informationen

Lieferbar ab Anfang Juli 2017, Preis: 9,90 Euro
Vorbestellung: M&R-Shop

M&R Aktuell

zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage
Anzeige junge Welt
flashback

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

Interview lesen
 
Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

Interview lesen
 
"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
Radiointerview anhören