Melodie & Rhythmus

Was ist Arbeit wert?

26.06.2012 09:10

Gedanken zum Umbau des Urheberrechts
Text: Manfred Maurenbrecher, Foto: Mario Vedder

Eine Talkrunde im Fernsehen vor ein paar Wochen. Jorgo Chatzimarkakis, Doppelstaatsbürger, kretischer Herkunft und deutscher Politiker, spricht von der Mitverantwortung deutscher Politik an der Verschuldung Griechenlands, von den niedrigen Lohnstückkosten hier und der damit erkauften Exportfähigkeit deutscher Waren, die anderswo die Sozialsysteme als unfinanzierbar zusammenbrechen lässt. Er argumentiert wie ein Linker und ist doch in der FDP. Schließlich kennt er Griechen, die es unverschuldet in dem produzierten Elend aushalten müssen. Das Sein bestimmt das Bewusstsein.

Auch der im gleichen Talk sitzende Söder, CSU, Platzhalter der Regierungspolitik, Populist, bestätigt den Satz – ein Brocken Dumpfheit, gepaart mit Gefallsucht: »Die Deutschen fleißig, die Griechen faul …« Das Sein bestimmt das Bewusstsein.

Unterschiedliche Lebenswirklichkeit prägt auch den Urheberrechtsstreit. Dass ein netzaffiner Kombinierer, der herausgefunden hat, wie viel schnelles Geld man mit einer Tauschbörse an der Weitergabe von Userinformationen verdienen kann, jede Abgabe an Verwertungsgesellschaften als Hemmschuh versteht, überrascht nicht. Zumal die Tauschobjekte, für die er da zahlen soll, für ihn nur der Köder sind, um an die Daten der Nutzer zu kommen. Genauso liegt es nah, dass ein Liedermacher, der jahrzehntelang an die Lizenzierung seiner Werke gewöhnt war, wenn sie aufgeführt oder auf Tonträgern verkauft wurden, sich wundert, wenn diese Einnahmequelle plötzlich versiegen soll.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie&Rhythmus 4/2012, erhältlich ab dem 29. Juni 2012 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch hier bestellen.

Ähnliche Artikel:

Anzeigen

1.700 Abos jetzt

Stellenausschreibung

Wir suchen für die Redaktion der Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus – Magazin für Gegenkultur zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine / einen

Kulturredakteurin
/Kulturredakteur

in Voll- oder Teilzeit


Solidarität mit M&R

DIDF-Jugend unterstützt M&R

Liebe Leserinnen und Leser, Aktive und Herausgeberinnen und Herausgeber
der jungen Welt und der M&R,

ich bin Johanna aus dem SDS der HAW, der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Ich melde mich aus aktuellem Anlass zu Wort, um für die Wiederaufnahme der Melodie & Rhytmus zu sprechen.

weiterlesen
1.700 Abos jetzt
logo-373x100
Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Aktuelles

Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus erscheint weiter
Mit einer Crowdfunding-Kampagne schaffen Lesende, Künstler und Verlag Voraussetzungen für die nächsten Ausgaben
29.06.2018
Dein M&R-Abo fehlt!
Neuer Kurs: 1.400 Abonnenten bis zum 14. Juli!
jW, 23.06.2018
Instrument im Kampf gegen Kriege
Bereits 554 Abos für Melodie & Rhythmus – Solikonzert am 22. Juni in der Berliner Wabe
jW, 12.05.2018
Die Waffe der Kritik braucht ein Magazin … Die Waffe der Ideologiekritik braucht ein Magazin
jW, 14.04.2018
Gegen den Massenbetrug Die Waffe der Ideologiekritik braucht ein Magazin
jW, 31.03.2018
Melodie & Rhythmus retten – 1.000 Abos jetzt! jW, 31.03.2018
Sterben Musikzeitschriften aus? Krise und Umbruch
„Musikforum“, „Melodie & Rhythmus“ und die „Österreichische Musikzeitschrift“ - drei traditionsreiche Magazine werden sicher oder möglicherweise eingestellt. Sterben Musikzeitschriften aus? Und liegt die Rettung im Internet? Jan Ritterstaedt hat sich umgehört.
SWR, 22.02.2018

Auslaufmodell Gegenkultur? Zum drohenden Ende von Melodie & Rhythmus
Interview von Deutschlandfunk Kultur mit M&R-Chefredakteurin Susann Witt-Stahl
21.02.2018, mp3

Wundertäter gesucht
Wie Melodie & Rhythmus als Magazin für Gegenkultur doch noch fortgeführt werden könnte
27.01.2018

Treibstoff für große Anstrengungen
Aufgeben – das ginge gar nicht in Zeiten des aufhaltsamen Aufstiegs der AfD und anderer rechter Demagogen, meinen fast alle, denen M&R etwas bedeutet.
27.01.2018

Auf Eis gelegt
Die Produktion von Melodie & Rhythmus, Magazin für Gegenkultur, wird vorerst eingestellt. Einnahmen reichen nicht, um hohe inhaltliche Ansprüche auf Dauer zu finanzieren.
06.01.2018

Zur Ästhetik der Großen Weigerung
Warum eine Gegenkultur auf historisch-materialistischer Basis alternativlos ist
06.01.2018

Pressemitteilung:
Zeitschrift Melodie & Rhythmus vor dem Aus?, 05.01.2018
Anzeige junge Welt Aktion
flashback

M&R präsentiert

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop