Melodie & Rhythmus

Widersprüchliches Plädoyer

27.06.2017 14:31
Grossfahndung

Foto: DPA / Hartmut Reeh

Im Zuge der RAF-Hysterie reflektierte Rainer Werner Fassbinder sein Unvermögen, dem eigenen demokratischen Anspruch gerecht zu werden

Andreas Jacke

»Deutschland im Herbst« – so heißt der 1978 erschienene Episodenfilm elf deutscher Regisseure, die sich mit der Medienberichterstattung über die jüngsten Anschläge der RAF nicht einverstanden erklärten. Alexander Kluge, der für das künstlerische Gesamtkonzept verantwortlich zeichnete, erkannte sofort, dass unter allen Beiträgen jener von Rainer Werner Fassbinder der wichtigste und persönlichste war. Der Filmemacher, der Andreas Baader einst in München kennengelernt hatte, spielt in seinem Beitrag mehr oder weniger sich selbst: Er inszeniert sich immer wieder hektisch mit seiner Exfrau Ingrid Caven telefonierend, um die aktuellen Vorgänge in Mogadischu und Stammheim zu diskutieren.

Schnell kristallisiert sich dabei ein grundlegender Widerspruch heraus: Die von Fassbinder dargestellte Figur plädiert einerseits vehement für einen nachsichtigen Staat, agiert andererseits aber vollkommen rücksichtslos und diktatorisch in ihrem privaten Umfeld. …

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie & Rhythmus 3/2017, erhältlich ab dem 30. Juni 2017 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Ähnliche Artikel:

Anzeigen

Che: Die ersten Jahre

flashback
logo-373x100
Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Jetzt am Kiosk!

Anzeige Tage der Commune=

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

M&R Aktuell

zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop

M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

Interview lesen
 
Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

Interview lesen
 
"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
Radiointerview anhören