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Gegen das Grau in den Köpfen

27.06.2017 14:50
Berlin, Staatsratsgebäude

Berlin, Staatsratsgebäude – Teil des Glasfensters »Aus der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung«, Walter Womacka, 1963, Klebeglas
Fotos: Martin Maleschka

Die Fotografien von Martin Maleschka schärfen unseren Blick für die künstlerischen Elemente ostdeutscher Baukultur

Interview: Danuta Schmidt

FotoreportageMartin Maleschka wurde 1982 in Eisenhüttenstadt geboren, in der einzigen Planstadt der DDR, mit Grundsteinlegung vor 66 Jahren. Dort, wo er als Kind Fußball und Klingelrutsche spielte, wächst heute wieder grüne Wiese. Seit zehn Jahren folgt Maleschka mit seiner Fotokamera den Spuren der DDR-Architektur. Mittlerweile verfügt er über ein beachtliches Archiv an Aufnahmen, die festhalten, was von Verlust bedroht ist. Viele wirken wie grafische Muster – entrahmte Fenster gleichen schwarzen Quadraten, eine Hauswand mit Serien aus Fensterreihen erinnert an Karopapier. Dokumente zarter Melancholie. Doch auch die farbenprächtige und äußerst vielseitige Kunst am Bau, deren Objekte heute vielfach verkauft, eingelagert oder zerstört sind, hält Maleschka in seinen Bildern fest. Seine Fotorecherche wird zur Suche nach einer verschwundenen Heimat. M&R bat ihn zum Gespräch.

Ihr Großvater war technischer Zeichner, Ihr Vater Plattenbauer – ist es ein familiäres Vermächtnis, dass Sie Architekt geworden sind?

Mein Großvater hat die Plattenbauten in Brandenburg an der Havel entworfen, mein Vater hat sie umgesetzt, und ich interessiere mich heute als Fotograf dafür. Es ist schade, dass ich mit meinen Großvater jetzt, wo meine Fragen zur DDR-Architektur konkreter werden, nicht mehr darüber sprechen kann.

Sie müssen eine Affinität für vergangene Kunststile hegen – oder warum interessiert man sich mit Ende zwanzig mehr für die Geschichte als für die Gegenwart?

Es war überaus traurig für mich, tatenlos zusehen zu müssen, wie meine Heimat nach der Wende zerfiel. Eisenhüttenstadt – bis 1961 Stalinstadt – wurde 1951 aus der Taufe gehoben, durch den Bau des Eisenhüttenkombinats benötigten die Arbeiter Wohnraum. …

Was macht die Kunst der DDR im öffentlichen Raum Frankfurt (Oder)?
Foyer der ehemaligen Mensa Viadrina, Frankfurt (Oder)
Bis 13. August 2017

Das komplette Interview und die Fotoreportage »Kunst am Bau in der DDR« finden Sie in der Melodie & Rhythmus 3/2017, erhältlich ab dem 30. Juni 2017 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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