M&R

Radikale Veränderung des Herzens

29.03.2017 14:11

wecker70

Foto: DPA /Patrick Seeger

Konstantin Wecker zum 70. Geburtstag
Freunde und Kollegen würdigen den Künstler

Susann Witt-Stahl

Die Lebensleistung von Konstantin Wecker ist außergewöhnlich. Als Poet und Musiker hat er schon lange alles erreicht, was ein Künstler nur erreichen kann. Er spielt seine Konzerte bis heute meist vor ausverkauften Häusern. Es ist wohl vor allem sein riesiger Schatz an Herzensbildung, der bei seinem Publikum regelmäßig ozeanische Gefühle auslöst. Die Menschen, zumindest scheint es so, wollen sich an der gefühlvollen wie gegen den hässlichen Zeitgeist rebellierenden Musik und Poesie seiner Lieder nicht nur erfreuen – sie wollen sich an ihnen wärmen.

Heute mehr denn je. Die im totalitären Kapitalismus sämtliche Lebensverhältnisse in ihrem Bann haltende instrumentelle Vernunft unterwirft alles und jeden der Tauschwertlogik, die die Verdinglichung des Bewusstseins gnadenlos vorantreibt in jene bürgerliche Kälte, mit der Kriege und andere Barbareienen passant abgenickt werden. Diese »vom Menschsein abgelöste neoliberale Vernunft« lasse ihn erschaudern, gesteht Wecker im Gespräch mit M&R. Zu allem Übel, so findet er, wollten deren Verfechter uns weismachen, dass der herrschende Marktfundamentalismus alternativlos sei.

zitate

Zum 70. Geburtstag von Konstantin Wecker am 1. Juni werden wir die im Heft in Kurzfassungen präsentierten Gratulationen und Würdigungen in voller Länge auf der M&R-Homepage veröffentlichen.

Die M&R-Redaktion arbeitet an einem Dokumentarfilm über den Künstler, mit Ausschnitten aus Interviews und einem Solo-Konzert.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie & Rhythmus 2/2017, erhältlich ab dem 31. März 2017 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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