Melodie & Rhythmus

Die Wahrheit über Serbien

29.03.2017 14:00
Zu Besuch in Velika Hoca: Peter Handke (r.) und Claus Peymann (l.) 2007 im Kosovo Foto: EPA / DPA / Valdrin Xhemaj

Zu Besuch in Velika Hoca: Peter Handke (r.) und Claus Peymann (l.) 2007 im Kosovo
Foto: EPA / DPA / Valdrin Xhemaj

Nach einer Hetzkampagne gegen den Schriftsteller und seine Positionen zum Kosovokrieg: Vor zehn Jahren verliehen kritische Künstler und Journalisten Peter Handke den alternativen Heinrich-Heine-Preis

Maren Hansson

Alle zwei Jahre verleiht die Stadt Düsseldorf ihren Heinrich-Heine-Preis. Er soll an Persönlichkeiten gehen, »die durch ihr geistiges Schaffen im Sinne der Grundrechte des Menschen, für die sich Heinrich Heine eingesetzt hat, den sozialen und politischen Fortschritt fördern, der Völkerverständigung dienen oder die Erkenntnis von der Zusammengehörigkeit aller Menschen verbreiten«. Zu den Preisträgern gehören etwa Jürgen Habermas, Max Frisch oder Elfriede Jelinek. 2006 sollte Peter Handke ausgezeichnet werden. »Eigensinnig wie Heinrich Heine verfolgt Peter Handke in seinem Werk seinen Weg zu einer offenen Wahrheit. Den poetischen Blick auf die Welt setzt er rücksichtslos gegen die veröffentlichte Meinung und deren Rituale«, hatte die Begründung der Jury für ihre Wahl gelautet. Doch drei Tage vor der Verleihung beugten sich die Düsseldorfer Stadtratsfraktionen dem Druck einflussreicher Medien und Politiker und verweigerten die Vergabe des Preises – wegen Handkes Haltung zum Kosovokrieg.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie & Rhythmus 2/2017, erhältlich ab dem 31. März 2017 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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