Melodie & Rhythmus

Wenn künstliche Intelligenz komponiert

22.02.2016 14:55
Komponieren=Programieren: Musiker bei einem Live-Coding-Event 2012 Foto: Steve Welburn / flickr.com / cc by-sa 2.0 (https://www.flickr.com/photos/stevewelburn/7083607495/in/photostream/)

Komponieren = Programieren: Musiker bei einem Live-Coding-Event 2012
Foto: Steve Welburn / flickr.com / cc by-sa 2.0
(https://www.flickr.com/photos/stevewelburn/7083607495/in/photostream/)

Computersoftware kann noch keine musikalische Innovation hervorbringen. Aber das könnte sich eines Tages ändern

Thomas A. Troge

Bereits 1843 hatte Ada Lovelace geschrieben, dass es mit dem »Analytical Engine« ihres Freundes Charles Babbage möglich sein müsste, auch Musik zu komponieren – unter der Voraussetzung, dass die Kompositionsprozesse sich in logisch eindeutige Abläufe, also in Algorithmen fassen ließen. Als Mitte des 20. Jahrhunderts dann erste Computer gebaut wurden, waren Musiker von Anfang an fasziniert von der Vision, diese neue Universalmaschine zum Komponieren und Musikmachen nutzbar zu machen; um 1955 hatte Max Mathews die ersten Versionen einer Musik-Programmiersprache an Freunde verteilt, die bis heute in Versionen wie Csound und Cmusic fortlebt.

1986 präsentierte der Komponist Clarence Barlow sein Programm Auto busk und zeigte, dass man damit on the fl y Musik im Stile Beethovens, Mozarts oder anderer Komponisten generieren konnte. Etwas früher hatte David Cope begonnen, mit der KI-Sprache Lisp Programme zu schreiben, um eine Komponier-Blockade zu überwinden. Mittlerweile hat seine Programmsammlung Experiments in Musical Intelligence (EMI) Hunderte, ja Tausende von Kompositionen im Stile von Bach, Chopin, indianischer Gesänge oder auch in Copes eigenem Stil »generiert« – Werke, die bei Blindtests nicht von Originalwerken der jeweiligen Komponisten unterschieden werden konnten und auch zu heftigsten Anschuldigungen Copes führten.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 2/2016, erhältlich ab dem 26. Februar 2016 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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