Melodie & Rhythmus

M&R März/April 2016


Ab dem 26. Februar am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel und im Abo.

Cover
Die Zukunft ist ein heftig umkämpftes Terrain. Wenn heute US-amerikanische IT- und High-Tech-Konzerne im Silicon Valley, u. a. Google und Lockheed, einer neuen, dem Menschen überlegenen »künstlichen Superintelligenz« huldigen, dann wird die Intervention in eine derart schaurige Agenda mittel- und langfristig zur Überlebensfrage. Bedenkt man, dass die Kulturindustrie, vor allem Hollywood, der massenwirksamste Hauptakteur der Propaganda für die Maschinenherrschaft über Mensch und Natur ist, dann versteht sich von selbst, dass fortschrittliche Kulturkritik heute mindestens so dringend Einspruch erheben muss wie zu der Zeit, als der marxistische Philosoph Walter Benjamin seinen Essay »Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit« verfasst hat – vor genau 80 Jahren. M&R würdigt in diesem Heft nicht nur Benjamins damals (angesichts der Hegemonie der faschistischen »Kulturrevolution «) einsamen Protest aus dem Exil gegen die Verherrlichung des modernen Krieges und seiner Zerstörungskraft durch protofaschistische italienische Futuristen. weiterlesen
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Magazin

06 | Rosa-Luxemburg-Konferenz, Bayerische Staatsoper 1933–1963
07 | Die Kulturlandschaft in den »Volksrepubliken« Lugansk und Donezk. Interview: Jelena Saslawskaja
08 | M&R-Veranstaltung »Neue Heimat, neue Klänge«
09 | Kommentar: Hip-Hop für »deutsche Patrioten«, R.I.P.

Musik & künstler {#1}

10 | Anthrax: Reinmetall-Könige
12 | Nonkeen: Zufälle
13 | Tricky: Glaubwürdigkeit ist wichtiger als alles andere
15 | Fjørt: Der Geschmack von Eisen
16 | Ulrich Tukur & die Rhythmus Boys
17 | Jack Garratt: Ausgesorgt

Titelthema Futurismus

21 | Der italienische Futurismus und was von ihm bleibt
23 | »Traumgepfeif« – Der russische Futurismus
24 | Zukunftsmusik: Visionen der Kunst in der Moderne
26 | Retro-futuristisches Geknalle
27 | Zeitreisen in der Popmusik
28 | Afrofuturismus
29 | Space Rock
30 | Hans Pfitzner: Der Antifuturist
32 | Science-Fiction in der DDR
33 | »Star Trek« – Soundtrack im Geist der Romantik
34 | James Graham Ballard und John Foxx – Dystopie und Pop im Dialog
36 | Science-Fiction und Popmusik. Interview: Dietmar Dath
37 | Wenn künstliche Intelligenz komponiert
38 | Mensch-Maschine – Transhumanismus. Interview: Thomas Wagner

Musik & Künstler {#2}

40 | Nils Landgren: Eigene Wege
41 | Sampler: »Falscher Ort, falsche Zeit«
42 | Line Bøgh
43 | William Fitzsimmons: Ohne Ironie
44 | M&R-Fragebogen: The Baboon Show
46 | Newcomer: T der Bär
47 | Newcomer: Lean Bravo, Blum, Ian Fisher, Das Neue Haus
48 | Album des Monats: Moderat
49 | Rezensionen

Standpunkte

63 | Kolumne aus Tel Aviv: Purer Anarchismus
64 | Pro & Contra: Hat Popmusik noch eine Zukunft?
66 | Feature: Befreiender Lärm – die politische Dimension von Geräuschkunst
70 | Vollendetes L’art pour l’art. 80 Jahre »Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit«

Spezial

73 | David Bowie: Zwischen Manie und Depression
74 | Der Beatles-Skandal vor 50 Jahren: Populärer als Jesus
76 | Elektronische Tanzmusik und ihre Verdinglichung
78 | Analyse: Zager and Evans – »In the Year 2525«
79 | Legendäre Orte: Palast der Republik, Berlin
80 | Leoš Janáceks Einblicke in das »Totenhaus«
81 | Radikaler Geist – Pierre Boulez

Film & Literatur

83 | Qualtinger liest »Mein Kampf«
84 | Rezensionen Filme
86 | Krautrock, Free Beat, Reeducation. Interview: Wolfgang Seidel
87 | Rezensionen Bücher

Live

91 | Tambours du Bronx, Lucinda Williams
92 | Tino Eisbrenner
93 | Einstürzende Neubauten
94 | Tschuschenrap
96 | Konzert-Präsentationen
98 | Impressum, Leserbriefe, Vorschau

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Che: Die ersten Jahre

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M&R Aktuell

zuckermann

Deutsche Abgründe


Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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