Melodie & Rhythmus

Legale Korruption

11.12.2018 14:43
Fotos: Library of Congress

Fotos: Library of Congress

Vor 100 Jahren veröffentlichte Upton Sinclair seine fundamentale Medienkritik »The Brass Check«

Maren Hansson

Die Medien konzentrieren sich in der Hand einiger Konzerne. Die etablierte Presse berichtet nicht unabhängig; sie dient vielmehr als Propagandamaschine für Industrie und Kriegsprofiteure. Was den heutigen Normalzustand im Kapitalismus beschreibt, hat Upton Sinclair bereits vor 100 Jahren einer gründlichen Analyse unterzogen. Der US-amerikanische Schriftsteller ist heute vor allem noch durch seinen Enthüllungsroman »The Jungle« bekannt. Anfang des 20. Jahrhunderts lösten die da rin geschilderten Produktions- und Arbeitsbedingungen im damals größten Schlachthof der Welt, den Union Stock Yards in Chicago, einen Skandal aus. Weniger bekannt, aber nicht weniger lesenswert, ist sein 1919 erschienenes Werk »The Brass Check«. Er selbst bezeichnete es als »das wichtigste und gefährlichste Buch, das ich je geschrieben habe«.

»Brass check« − das war eine Münze, die in billigen Bordellen als Zahlungsmittel verwendet wurde. Mit diesem Begriff wird der Gegenstand des Sachbuchs, das kapitalistische Pressewesen und sein korrupter Journalismus, aussagekräftig charakterisiert. Zwölf Jahre lang sammelte Sinclair Material über die Praktiken der Konzernmedien, über Zensur und die Unterdrückung von Nachrichten. »The Brass Check« ist die Auswertung. Entstanden ist dabei so etwas wie eine Geschichte der bürgerlichen Presse in den USA in ihrer Funktion als »Waffe gegen die Arbeiterbewegung«.

Der komplette Beitrag erscheint in der Melodie & Rhythmus 1/2019, erhältlich ab dem 14. Dezember 2018 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

Ähnliche Artikel:

Anzeigen

Jetzt abonnieren

M&R 2/2019

Verkaufsstelle finden

Kiosk finden
Kuenstlerkonferenz
logo-373x100
Facebookhttps://www.facebook.com/melodieundrhythmus20Twitter20rss

Aktuelle Ausgabe bestellen*

1. per Mail: abo@melodieundrhythmus.com
2. per Telefon: 030/ 53 63 55 37
3. per Telefax: 030/ 53 63 55 51
4. per Post: Verlag 8. Mai GmbH, Torstr. 6, 10119 Berlin
5. im M&R-Shop

*Preis 6,90 Euro inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand 1,80 Euro

Ältere Ausgaben im M&R-Shop nachbestellen.
M&R Shop
Jetzt abonnieren
Anzeige jW-Serie
flashback

M&R feiert Neustart

Image00003

Aktuelles

Kämpfen lohnt!
Das nächste Heft von Melodie & Rhythmus ist ab 14. Dezember am Kiosk erhältlich
17.11.2018
Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus erscheint weiter
Mit einer Crowdfunding-Kampagne schaffen Lesende, Künstler und Verlag Voraussetzungen für die nächsten Ausgaben
29.06.2018
Dein M&R-Abo fehlt!
Neuer Kurs: 1.400 Abonnenten bis zum 14. Juli!
jW, 23.06.2018
Instrument im Kampf gegen Kriege
Bereits 554 Abos für Melodie & Rhythmus – Solikonzert am 22. Juni in der Berliner Wabe
jW, 12.05.2018
Die Waffe der Kritik braucht ein Magazin … Die Waffe der Ideologiekritik braucht ein Magazin
jW, 14.04.2018
Gegen den Massenbetrug Die Waffe der Ideologiekritik braucht ein Magazin
jW, 31.03.2018
Melodie & Rhythmus retten – 1.000 Abos jetzt! jW, 31.03.2018
Sterben Musikzeitschriften aus? Krise und Umbruch
„Musikforum“, „Melodie & Rhythmus“ und die „Österreichische Musikzeitschrift“ - drei traditionsreiche Magazine werden sicher oder möglicherweise eingestellt. Sterben Musikzeitschriften aus? Und liegt die Rettung im Internet? Jan Ritterstaedt hat sich umgehört.
SWR, 22.02.2018

Auslaufmodell Gegenkultur? Zum drohenden Ende von Melodie & Rhythmus
Interview von Deutschlandfunk Kultur mit M&R-Chefredakteurin Susann Witt-Stahl
21.02.2018, mp3

Wundertäter gesucht
Wie Melodie & Rhythmus als Magazin für Gegenkultur doch noch fortgeführt werden könnte
27.01.2018

Treibstoff für große Anstrengungen
Aufgeben – das ginge gar nicht in Zeiten des aufhaltsamen Aufstiegs der AfD und anderer rechter Demagogen, meinen fast alle, denen M&R etwas bedeutet.
27.01.2018

Auf Eis gelegt
Die Produktion von Melodie & Rhythmus, Magazin für Gegenkultur, wird vorerst eingestellt. Einnahmen reichen nicht, um hohe inhaltliche Ansprüche auf Dauer zu finanzieren.
06.01.2018

Zur Ästhetik der Großen Weigerung
Warum eine Gegenkultur auf historisch-materialistischer Basis alternativlos ist
06.01.2018

Pressemitteilung:
Zeitschrift Melodie & Rhythmus vor dem Aus?, 05.01.2018