Melodie & Rhythmus

Zerbrechen und einsinken

27.12.2017 14:26
Kwaito-Musiker bei der Beerdigung ihres Stars Mandoza 2016 in Soweto Foto: GCIS / Elmond Jiyane 2015

Kwaito-Musiker bei der Beerdigung ihres Stars Mandoza 2016 in Soweto
Foto: GCIS / Elmond Jiyane 2015

Wie südafrikanische Musikstile zum Zuhören animieren – und so Zusammenhalt stiften

Christopher Ballantine*

Können wir zusammenleben? Kaum eine Frage ist heute dringlicher – nicht nur für Südafrikaner. Laut der Philosophin Judith Butler ist es dafür nötig, dass wir uns von den anderen »öffnen« lassen. Nur so wird entstehen, was sie ein »Wir« nennt. Wenn ich meine Bindungen im »Du« finde, das »Dich« erfahre, dann muss – in dem denkwürdigen Bild, das sie verwendet – meine eigene Sprache »zerbrechen und einsinken«. Natürlich bedeutet dies »Desorientierung und Verlust«; aber »du bist, was ich durch dich gewinne«. Unverzichtbar dafür ist die Fähigkeit, jedem anderen zuzuhören, also: zu hören »über das hinaus, was wir zu hören fähig sind«. …

* Christopher Ballantine ist Professor an der Universität von KwaZulu-Natal in Durban. Er forscht u.a. zu südafrikanischer Musik und musiksoziologischen Themen.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Melodie & Rhythmus 1/2018, erhältlich ab dem 29. Dezember 2017 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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