Melodie & Rhythmus

Die hässliche Fratze des Kapitalismus

27.12.2017 14:39
Fotos: Steffen Diemer

Fotos: Steffen Diemer

Steffen Diemer dokumentiert die Lebensverhältnisse in städtischen Notunterkünften – am Beispiel der Bayreuther Straße in Ludwigshafen

Interview: Matthias Rude

Als gefragter Fotograf für die großen Medien bereist Steffen Diemer von Mannheim aus die Krisengebiete dieser Welt und liefert aus einem differenzierenden Blickwinkel beeindruckende Bilder von vier Kontinenten, jenseits der allgegenwärtigen Bilderflut. Seine Arbeit umfasst Konflikte, verschwindende Kulturen, alte Traditionen, Industriefotografie – und marginalisierte soziale Gruppen. Ein Langzeitprojekt, das dem 50-Jährigen besonders am Herzen liegt, ist eine Fotodokumentation über die Bayreuther Straße in Ludwigshafen. Dort wurden ab 1959 Obdachlosen- und Notunterkünfte errichtet. Das abgelegene Viertel erreicht man über eine schlecht erhaltene Straße, eine Einbahnstraße – eine Metapher für den Lebensweg ihrer Bewohner.

Wer zum ersten Mal die Bayreuther Straße betritt, sagen Sie, fühle sich »wie in einer anderen Welt«. Was heißt das?

Eine skurrile Welt. Man hält es im ersten Moment gar nicht für möglich, dass es in Deutschland solche Gegenden gibt.

Was macht diese im Speziellen aus?

Es ist ein Randgebiet, nicht zentrumsnah, eine Ansammlung von Häuserblocks, in denen es nur Gemeinschaftsduschen gibt, mit vollkommen nüchternen Fluren und zellenartigen Wohnungen. Es macht im Großen und Ganzen einen verwahrlosten Eindruck. …

Geschichten über …
Steffen Diemer und Julia Belot
Kunstraum Gerdi Gutperle, Viernheim
13. Februar bis 8. April 2018

Die komplette Fotoreportage und das Interview lesen Sie in der Melodie & Rhythmus 1/2018, erhältlich ab dem 29. Dezember 2017 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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Hommage an Daniel Viglietti

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Auf Eis gelegt


Die Produktion von Melodie & Rhythmus, Magazin für Gegenkultur, wird vorerst eingestellt. Einnahmen reichen nicht, um hohe inhaltliche Ansprüche auf Dauer zu finanzieren.

Zur Ästhetik der Großen Weigerung


Warum eine Gegenkultur auf historisch-materialistischer Basis alternativlos ist

Pressemitteilung:
Zeitschrift Melodie & Rhythmus vor dem Aus?, 05.01.2018
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Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

»Entscheidend ist, welche Haltung wir einnehmen«


Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Über Gegenkultur, Ideologiekritik und notwendige neue Impulse für den Kulturjournalismus
Aus: junge Welt vom 25.03.2017, Wochenendbeilage

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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
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