Melodie & Rhythmus

»Vereint in Solidarität«

28.12.2015 14:15
Foto: Nikolaos Damianids

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Grup Yorum kämpfen seit 30 Jahren unbeugsam für Unabhängigkeit und Demokratie

Interview: Stefanie Gengenbach & Susann Witt-Stahl

Die Konzertveranstaltung »Eine Stimme und ein Herz gegen Rassismus« der türkischen Band Grup Yorum fand vergangenen November bereits zum vierten Mal in Oberhausen statt. Im Vorfeld bereiteten die deutschen Behörden den Musikern große Probleme: Zunächst wurden ihnen die Visa komplett verweigert, schließlich hinderte man fünf Mitglieder der Band trotz gültiger Papiere an der Einreise. M&R sprach mit Grup Yorum über die Hintergründe der Repressalien, die aktuelle politische Lage in der Türkei und ihr 30-jähriges Band-Jubiläum.

Was ist Ihrer Einschätzung nach der Grund für das Vorgehen der deutschen Behörden?

Die Gründe waren politischer Natur, die juristischen nur ein Vorwand. In Wahrheit wollen sie einfach nicht, dass unsere Gruppe große Konzerte in Deutschland und Europa veranstaltet. Von Großbritannien bekommen wir seit zwei Jahren kein Visum; unser Konzert in den Niederlanden im Januar 2015 wurde verboten und jetzt die Probleme in Deutschland. Wir wollen die Revolution, wir sind eine sozialistische Gruppe. Wir meinen, dass es Ursachen gibt für die Armut unserer Bevölkerung, dass die Türkei von den imperialistischen Staaten ausgebeutet wird und die ganzen Reichtümer dorthin fließen. Wir wollen diese Ungerechtigkeit abschaffen. Aus diesem Grund singen wir unsere Lieder, veranstalten wir unsere Konzerte. Und genau deshalb versuchen die Regierungen dieser Staaten, unsere Auftritte zu verhindern. Sie befürchten, dass unser Versuch, die Menschen zu mobilisieren, nicht allein dem türkischen Staat, sondern auch ihnen schaden könnte.

Welche Bedeutung hatte das Konzert in Oberhausen für Sie?

Zwei Dinge: Erstens haben wir 2015 unser 30-jähriges Bandjubiläum gefeiert. Dass wir allen Widrigkeiten zum Trotz seit so langer Zeit bestehen und von Jahr zu Jahr wachsen, ist ein Zeichen unserer Unbesiegbarkeit. Man kann uns nicht brechen. Zweitens wollten wir mit dem Konzert auf den zunehmenden Rassismus und die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland und Europa aufmerksam machen. …

Das komplette Interview lesen Sie in der Melodie und Rhythmus 1/2016, erhältlich ab dem 30. Dezember 2015 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.

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